Auswärtiges Amt fördert Projekt zur Zerstörung von Landminen
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Die Sicherheitslage in Libyen ist infolge des von
Oberst Gaddafi gegen das eigene Volk losgetretenen
Bürgerkriegs weiter schwierig. Dies gilt besonders für die
Sicherung von Waffen, Munition sowie für nach Kampfhandlungen
zurückgelassene Überreste an Munition, Landminen und andere
explosive Kampfstoffe.
Das Auswärtige Amt fördert deshalb ein Projekt zur Zerstörung
von 500.000 Landminen und Zündern mit 291.000 Euro.
Projekt wird von der schweizerischen NGO Fondation Suisse de
Déminage (FSD) durchgeführt. Es handelt sich dabei um aus dem
Besitz des Gaddafi-Regimes übernommene Minenbestände.
Damit unterstützt die Bundesregierung den Nationalen
Übergangsrat dabei, eine mögliche spätere Verwendung,
Entwendung bzw. den Missbrauch der Minenbestände zu
verhindern, und leistet zugleich einen Beitrag für die
Absicherung des Wiederaufbaus in Libyen.
Deutschland ist einer der Hauptinitiatoren und ersten
Unterzeichnerstaaten des 1999 in Kraft getretenen sog.
Ottawa-Abkommens über die globale Ächtung von
Antipersonenminen. Derzeit haben 157 Staaten das
Übereinkommen ratifiziert bzw. sind ihm beigetreten. Die
Bundesregierung bemüht sich mit Nachdruck um eine
Universalisierung des Ottawa-Regimes. Der Beitritt des neuen
Libyen würde das Bekenntnis des Nationalen Übergangsrates zum
Verbot von Minen untermauern. Er wäre ein wichtiges
politisches Signal auch an die Länder in der Region , sich
dem Abkommen anzuschließen.
Pressereferat - Auswärtiges Amt
Berlin, 02.10.2011Das