Verletzte Libyer werden in Deutschland behandelt

Hubschraubereinsatz Bild vergrößern Hubschraubereinsatz (© DRF Luftrettung)

Deutschland will libyschen Verwundeten helfen. Mehr als 500 verletzte libysche Freiheitskämpfer werden in deutschen Bundeswehrkrankenhäusern medizinisch versorgt.


Schon Anfang September hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel dem Land beim Pariser Libyen-Gipfel deutsche Unterstützung zugesagt. Auf Bitten des libyschen Nationalen Übergangsrats hilft die Bundesrepublik nun bei der Versorgung von Verwundeten. Am Kölner Flughafen werden morgen Vertreter des Auswärtigem Amtes und der libyschen Botschaft die Verletzten in Empfang nehmen.

An den fünf Bundeswehr-Krankenhäusern in Berlin, Hamburg, Koblenz, Ulm und Westerstede erhalten die Betroffenen modernste medizinische Versorgung. Alle Häuser sind gut auf die Behandlung von Kriegsverletzungen, Brand- oder Schusswunden vorbereitet.

Hilfe für Verletzte

Zurzeit lassen sich libysche Verletzte bereits privat in Deutschland behandeln; weitere Patienten sollen kommen. Dazu steht das Auswärtige Amt in Kontakt mit der libyschen Botschaft in Berlin.

Das Amt hat den "Arbeitskreis Gesundheit" ins Leben gerufen, in dem Bundesministerien, Verbände und die libysche Botschaft Hilfe für Verletzte koordinieren.

Die deutschen Botschaften in Libyen und dem benachbarten Tunesien stellen den Hilfsbedürftigen unbürokratisch Visa für die Einreise nach Deutschland aus. Seit Ende September ist die Botschaft in Tripolis wieder voll arbeitsfähig: Sie wurde nach dem Sturz von Diktator Muammar al-Gaddafi neu eröffnet.

Text:Bundesregierung